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Bonn deliberator Weltverbesserung

Stinker raus aus der Stadt

Autos haben in der Stadt eigentlich nichts zu suchen. Diesel-betriebene erst recht nicht. Diese Feinstaubausscheider sind jährlich mitverantwortlich für den vorzeitigen Tod von 65000 Menschen in Deutschland, berichtet die Süddeutsche Zeitung:

»Damit die seit 1. Januar europaweit geltenden Grenzwerte eingehalten werden, könnten in den Städten Fahrverbote, zusätzliche Tempolimits oder Mautpflicht nötig werden. (…) Wichtigster Faktor sind Feinstäube, winzige Staub- und Rußpartikel. Die Lebenserwartung jedes Europäers sinke dadurch im Schnitt um neun Monate. Besonders schlecht ist die Luftqualität laut Studie in Teilen Nordrhein-Westfalens, den Benelux-Staaten, Norditalien und osteuropäischen Ländern.«

Während die französischen Autobauer schon ein Weilchen das geringere Übel in Form von Dieselautos mit Rußpartikelfilter anbieten, hat die deutsche Autoindustrie mal wieder geblockt. Wie schon beim Katalysator hat sich gezeigt, dass in Deutschland der Umweltschutz beim Mülltrennen endet.
Und, liebe Pendler, auch außerhalb von Städten kann das Automobil nicht Ergebnis einer verantwortlichen Wahl des Verkehrsmittel sein. Versucht’s doch mal mit was anderem.
Gut informierte Kreise berichten übrigens, dass gerade die notorischen Autofahrer diejenigen sind, die sich mit Allergien und sonstigen Umwelteinflüssen herumschlagen und beim Bioladen einkaufen gehen. Der Biomarkt in Bonn-Endenich scheint das zu bestätigen. Auf dem großen Parkplatz davor ist jedenfalls oft die Hölle los und die dicken Besserverdienerfamilienkombis bzw. -geländewagen blockieren den fußläufigen Einkäufer. Bio ist eben nicht Öko.
Mal sehen, wann das Fahrverbot kommt.

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